US-Klimapaket verabschiedet
Top-Klimaforscher Michael Mann: USA übernehmen Vorreiterrolle und China wird folgen

Folgen einer nie dagewesenen Flut im Death Valley (5. August): Die USA investieren so viel wie nie zuvor in den Klimaschutz

© National Park Service / AFP

09.08.2022, 18:20
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Es hätte noch mehr sein können, doch entscheidend ist wohl, dass die USA wie noch nie in den Kampf gegen den Klimawandel investieren. Wie verlässlich das angesichts knapper Mehrheiten ist, bleibt unklar. Als wichtig gilt das Vorbild, das die USA abgeben.

Zum Schluss brauchte es die Vize-Präsidentin, um alles zu einem guten Ende zu bringen. Nach wochenlanger und zäher innerparteilicher Überzeugungsarbeit brachten die Demokraten dank der qua Amt entscheidenden Stimme von Kamala Harris ihre Klimabeschlüsse durch den US-Senat. Dass das Repräsentantenhaus folgen wird, gilt als sicher. Dort ist die demokratische Mehrheit etwas komfortabler. 

Joe Biden sprach von einem „Big Deal“, zu einer wirklich großen Sache für den US-Präsidenten machen das milliardenschwere Paket aber die Themen Inflation, Steuern, Gesundheit. Vor allem innenpolitisch. International geht der Blick naturgemäß auf die Klimabeschlüsse. Die USA erzeugen den zweithöchsten CO2-Ausstoß weltweit. Gelingt es, diesen Ausstoß zu verringern, ist für das Eindämmen der globalen Erwärmung einiges gewonnen.

Die wichtigstem Kernpunkte des US-Klimapaketes sind:

370 Milliarden Dollar entsprechen der größten Investition in saubere Energie und Klimaschutz in der US-Geschichte.Die Beschlüsse ermöglichen laut den Demokraten eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2030. Mit strengen Klima-Vorschriften der Biden-Regierung und der Bundesstaaten scheint auch eine Reduzierung um 50 Prozent erreichbar.Steuergutschriften für den Umstieg auf saubere…