Konflikte
Israel: Anführer von Al-Aksa-Brigaden bei Razzia getötet

Rauch steigt während eines Militäreinsatzes des israelischen Militärs aus einem Gebäude auf. Israel hat bei einem Militäreinsatz im Westjordanland ein führendes Mitglied der Al-Aksa-Brigaden getötet. Foto

© Majdi Mohammed/AP/dpa

Er soll für eine ganze Reihe von Anschlägen auf israelische Soldaten verantwortlich gewesen sein. Bei einer versuchten Festnahme des Anführers der Al-Aksa-Brigaden wurde Ibrahim al-Nablusi nun getötet.

Israel hat bei einem Militäreinsatz im Westjordanland ein führendes Mitglied der Al-Aksa-Brigaden getötet. Ibrahim al-Nablusi sei für eine Reihe von Anschlägen auf israelische Soldaten in der Gegend verantwortlich gewesen, teilten der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet sowie das Militär übereinstimmend am Dienstag mit. Bei der versuchten Festnahme seien auch Sprengsätze und weitere Waffen gefunden worden. Zudem sei ein weiteres Mitglied getötet worden.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums sind bei dem Einsatz neben Al-Nablusi ein 16-Jähriger sowie ein 32-Jähriger getötet worden. Mindestens 40 Menschen seien durch Schüsse verletzt worden. Die Krankenhäuser in Nablus berichteten von 69 Verletzten.

Vergeltung angedroht

Die Al-Aksa-Brigaden drohten in einer Mitteilung mit Vergeltung. Sie sind der militärische Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Es handelt sich jedoch um ein lockeres Netzwerk ohne klare Hierarchie, örtliche Gruppierungen agieren oft auf eigene Faust. Nach den Vorfällen in Nablus kam es an mehreren Kontrollpunkten der israelischen Armee im Westjordanland palästinensischen Angaben zufolge zu Zusammenstößen. Im Bereich von Hebron wurde dabei nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein 17-Jähriger tödlich verletzt.