Equal Pay im Fußball, also gleiche Bezahlung, ist durch die Europameisterschaft der Frauen wieder ein Thema in Deutschland geworden. Sogar Bundeskanzler Olaf Scholz forderte in einem Tweet, dass der DFB den Frauen genauso viel zahlen soll wie den Männern. Daraufhin lud DFB-Manager Oliver Bierhoff den Kanzler ein, ihn über die Pläne und „ein bisschen besser über die Zahlen“ aufzuklären.

Die Hauptargumente der Gegner von Equal Pay lauten schlicht, dass der Frauen-Fußball viel geringere Einnahmen erzielt als der dominante Männerfußball. Deshalb sei es unangebracht, gleich viel zu zahlen. Wichtiger sei es, dass die Frauen genauso professionelle Strukturen und Ressourcen zur Verfügung bekommen wie die Männer (Equal Play), was zum Teil bei der Nationalmannschaft Frauen schon der Fall ist (z. B. Größe des Trainerstabes etc…).

Immerhin kündigte DFB-Präsident Bernd Neuendorf nach dem Treffen eine Debatte im Verband über die Angleichung der Prämien an. „Ich bin zumindest bereit, in unseren Gremien mit den Vertretern und Vertreterinnen der A-Nationalmannschaften darüber zu reden, ob unser über Jahrzehnte gewachsenes Prämiensystem noch zeitgemäß ist (…) und es gegebenenfalls auch angepasst werden kann“, sagte Neuendorf.

Andere europäische Nationalverbände sind weiter – ein Überblick über den Stand der Dinge.