WM in Herning
Bronze für deutsches Dressur-Team: „Kirche im Dorf lassen“

Dressurreiterin Isabell Werth winkt dem Publikum zu. Foto

© Friso Gentsch/dpa

Die Dressur-WM liefert am Wochenende eine spannende Entscheidung um Mannschafts-Gold. Das deutsche Team muss sich mit Bronze begnügen. Am Montag geht es mit dem ersten Einzel weiter.

Die Unschlagbaren sind noch schlagbar. Nach sechs Goldmedaillen bei internationalen Großereignissen ist die deutsche Siegesserie in der Dressur mit einer neuformierten Equipe beendet.

Mit vier neuen Paaren musste sich das Team bei der WM in Herning mit Bronze hinter Gastgeber Dänemark und Großbritannien begnügen.

„Wir haben trotzdem unsere Ziele erreicht“, sagte Dennis Peiler, Sportchef des deutschen Reitverbandes FN: „Wie wollten uns für Olympia qualifizieren, das haben wir geschafft. Und wir wollten eine Medaille, das haben wir auch geschafft. Insofern können wir zufrieden sein.“

Deutsche Siege schienen in der Dressur lange selbstverständlich, das sind sie aber nicht mehr. „Man muss die Kirche auch im Dorf lassen“, sagte Rekord-Reiterin Isabell Werth. Schon im Vorfeld galt das Quartett um die siebenmalige Olympiasiegerin nicht als Favorit. Allerdings war Platz zwei das Minimalziel.

Bundestrainerin Theodorescu: „Wir sind im Umbruch“

„Die Hoffnung lag höher“, räumte Equipe-Chef Klaus Roeser zu: „Grundsätzlich sind wir aber zufrieden. Mehr war heute hier nicht drin.“ Auch Bundestrainerin Monica Theodorescu war nicht enttäuscht. „Alle Paare haben geliefert“, meinte sie: „Wir sind im Umbruch und haben keine Paare für mehr als 80 Prozent, deshalb wäre mehr utopisch gewesen.“

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