Tiere
Invasive Schlangenart macht Sorgen

Die Kalifornische Kettennatter – für den Menschen ungefährlich. Foto

© Andrea Warnecke/dpa

Oft werden sie ausgesetzt, einige Amphibien und Reptilien büxen auch aus oder finden im Gepäck den Weg ins für sie fremde Land. Das gilt auch für eine Schlangenart, die in Südbaden gefunden wurde.

Auf der spanischen Kanareninsel Gran Canaria hat eine eingeschleppte Natternart die einheimischen Reptilien nahezu ausgerottet. Spätestens Ende der 1990er Jahre hatte die Schlange ihren Weg auf die Insel gefunden. Inzwischen ist die Kalifornische Kettennatter zum Stammgast geworden, sie hat sich breit gemacht, rasend schnell vermehrt und als sogenannte invasive Art beträchtlichen Schaden angerichtet.

Jetzt warnen Experten nach mehreren Funden unter anderem in Baden-Württemberg vor der Schlangenart, es gibt Verbote und Hobbyzüchter müssen sich neu orientieren.

Zuletzt waren zwei Exemplare der rund eineinhalb Meter langen Schlange in der Nähe von Offenburg und bei Freiburg entdeckt worden. Die Kalifornische Kettennatter könne als nicht heimische Art vor allem die Bestände der Smaragdeidechse am Kaiserstuhl und der Zauneidechse gefährden, befürchtet Hubert Laufer vom Verein für Amphibien- und Reptilien-Biotopschutz Baden Württemberg (kurz ABS).

Fachleuten ist diese Natter unter der Artenbezeichnung Lampropeltis californiae bekannt, eigentlich ist sie in Mexiko und dem Südwesten der USA heimisch. Sie gilt als geschickte Jägerin und stellt Vögeln, kleinen Säugetieren und Echsen nach, wie Laufer weiß. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ständen auch andere Schlangen auf dem Speiseplan. „Die Beute wird erdrosselt und danach im Ganzen verschluckt“, beschreibt er. Unklar sei aber, ob sie in Deutschland langfristig überleben oder ob sie sich gegebenenfalls sogar reproduzieren könne. „Aber bei den zu…