Draußen, bevor es in die eisig heruntergekühlten Konferenzräume des Hotels am Rande von Dallas geht, sind über 40 Grad Celsius. Im Schatten versteht sich. Für Texas im August keine Seltenheit. Außergewöhnlicher ist die extreme Hitze im mehr als 2000 Kilometer entfernten Washington DC. Sie entlädt sich in heftigen Blitzen, die nur wenige Meter vom Weißen Haus entfernt zwei Menschen töten. Währenddessen machen hier auf der Conservative Political Action Conference (CPAC), der Konferenz der sehr konservativen Konservativen, Polit-Stars wie Sarah Palin Witze über den Klimawandel. Den es hier gar nicht gibt. Fakten, die nicht ins Konzept passen, finden nicht statt.

Familientreffen und Jobbörse

Devotionalien für die Republikanerin mit Stil

Seit fast 50 Jahren gibt es die Konferenz, eine Mischung aus Familientreffen und Job-Börse für ambitionierte Politikerinnen und Politiker. In einer der großen Hallen werden an Ständen Fan-Artikel für die konservative Seele verkauft. Hüte, Shirts und Tassen gibt es, teilweise umsonst oder aber für sehr wenig Geld. Aber auch mit Strass verzierte Handtaschen in Pistölchen-Form oder Clutches mit Trump-Schriftzug werden für die konservative Damen mit Stil angeboten. Dafür allerdings muss man dann schon 300 Dollar und mehr auf den Klapptisch legen, je nachdem, ob mit oder ohne US-Flagge auf der Rückseite.

Ohnehin dominieren Blau, Rot und Weiß das Geschehen. Frauen tragen Kleider oder Hosenanzüge in den Farben der US-Fahne, Männer patriotische Krawatten, Hüte oder Boots.

Der Name Donald Trump ist überall

Trump als kampfbereiter Pappkamerad auf der CPAC

Drei Monate vor den Zwischenwahlen gibt es hier nur eine Sache, die noch präsenter ist: Der Name Donald Trump. Eine Umfrage am Ende der CPAC zeigt, dass sogar 69 Prozent des rechten Flügels ihn als nächsten Präsidentschaftskandidaten sehen will. Man muss schon etwas genauer hinhören, um die Zwischentöne zu hören, die auf erste Emanzipationsbestrebungen deuten….