Nahost
Zweiter Dschihad-Chef getötet – Raketenhagel auf Israel

Rauch und Feuer steigen nach einem israelischen Angriff in Gaza-Stadt aus einem Gebäude. Foto

© Ahmed Zakot/SOPA/ZUMA/dpa

Israel will den Islamischen Dschihad im Gazastreifen zügeln. Doch je länger der Schlagabtausch dauert, desto größer die Gefahr einer Ausweitung und Beteiligung der Hamas. Kann Ägypten erfolgreich vermitteln?

Gezielte Tötung von Dschihad-Militärchefs und Raketenhagel auf Israel: Der Konflikt zwischen der israelischen Armee und Islamisten im Gazastreifen hat sich im Verlauf des Wochenendes zugespitzt. Bei Luftangriffen im Rahmen der Militäraktion „Morgengrauen“ tötete die israelische Armee auch den südlichen Kommandeur der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ), wie das Militär am Sonntag mitteilte.

Erstmals in dieser Runde der Gewalt schossen militante Palästinenser Raketen auch auf Jerusalem. Seit Beginn der Operation am Freitag wurden nach Armeeangaben mehr als 500 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert. Bis Sonntagabend heulten in zahlreichen Städten die Warnsirenen, darunter auch Tel Aviv. Einwohner der Stadt am Mittelmeer eilten in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören.

Fast alle der Geschosse, die israelische Wohngebiete bedrohten, konnten demnach von der Raketenabwehr Iron Dome abgefangen werden.

Zahlreiche Tote im Gazastreifen

Die israelische Armee griff in der Nacht zum Sonntag mehrere Ziele im Gazastreifen an. Seit Beginn der Angriffe am Freitag starben nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums bis Sonntagabend 41 Palästinenser. Mindestens 311 seien verletzt worden. Unter den Toten sind demnach neben weiteren PIJ-Mitgliedern 15 Kinder und vier Frauen.

Israel macht den Islamischen Dschihad jedoch für den Tod von fünf…