Konflikt in Nahost
Gazastreifen: Israel tötet gezielt zweiten Dschihad-Militärchef – Raketenalarm auch in Jerusalem

Raketen werden aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.

© Mohammed Talatene/dpa

07.08.2022, 08:15
2 Min. Lesezeit

Israels Armee hat einen weiteren Militärchef des Islamischen Dschihad gezielt getötet, danach hagelte es Raketen auf Israel. Erstmals seit Beginn der Militäroperation gab es auch in Jerusalem Raketenalarm.

Am Sonntagmorgen wurde nach Armeeangaben erstmals seit Beginn der israelischen Militäroperation im Gazastreifen Luftalarm in der Region um Jerusalem – das rund 60 Kilometer Luftlinie vom Gazastreifen entfernt liegt – ausgelöst. Nach Militärangaben heulten im Umkreis der Stadt am Morgen die Warnsirenen. Einwohner berichteten von Explosionen. Seit Freitag wurden nach Militärangaben mehr als 400 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.

Es war befürchtet worden, dass sich am Sonntag – dem jüdischen Fasten- und Trauertag Tischa BeAv – die Lage weiter zuspitzen könnte. Religiöse Juden betrauern an dem Tag die Zerstörung der beiden antiken Tempel in Jerusalem. Die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas-Organisation hatte am Abend dazu aufgerufen, die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg „zu verteidigen und sich den israelischen Übergriffen auf die heilige Stätte entgegenzustellen“. Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Bislang hatte sich die Hamas im jüngsten Konflikt mit Israel zurückgehalten.

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