1. Spieltag
Baumgarts Wutrede nach Modeste-Ärger: Geht mir auf die Eier

Kölns Torschütze Luca Kilian (l) und Julian Chabot jubeln nach dem Treffer zur 1:0-Führung. Foto

© Marius Becker/dpa

Im ersten Spiel ohne den vor dem Wechsel stehenden Anthony Modeste gewinnt der 1. FC Köln gegen Schalke 04. Den Ärger des Trainers über den Abgang des Torjägers kann der Sieg aber nur kurz dämpfen.

Zunächst hatte der Jubel über den Auftaktsieg den Ärger über den Wechsel von Anthony Modeste in den Hintergrund gedrängt. Doch rund eine Stunde nach dem Schlusspfiff ließ Steffen Baumgart seinen Emotionen trotzdem freien Lauf.

In einer kleinen Wutrede schimpfte der Trainer des 1. FC Köln nach dem 3:1 (0:0) gegen Aufsteiger FC Schalke 04 über den Zeitpunkt, an dem der Modeste-Wechsel zu Borussia Dortmund durchsickerte – und nutzte dabei auch den ein oder anderen Kraftausdruck.

„Dass es heute am Spieltag rauskommt, das ist es, was mich ankotzt“, sagte Baumgart auf der Pressekonferenz. „Es hat auch mit Fairplay zu tun, dass man das unter dem Deckel hält und nicht großkotzig daherredet. Das ist das, was mir auf die Eier geht“, erklärte er. „So sind wir vier Stunden vor dem Spiel in eine schwierige Situation gekommen, und ich habe die Arschkarte, weil ich zu Tony persönlich ein gutes Verhältnis habe und die Entscheidung treffen muss, den Jungen, der gerne gespielt hätte, rauszunehmen.“

Baumgart hadert mit Wechsel, Schalke mit dem VAR

Er wolle nicht beurteilen, durch wen der bevorstehende Transfer, der am Montag finalisiert werden soll, rausgekommen ist. „Es ist egal, ob es aus Tonys Umfeld kam, von uns oder von Dortmund“, sagte Baumgart: „Aber ich bin mir relativ sicher, dass es von uns nicht gekommen ist, weil wir uns nicht selbst schaden.“ Er wolle niemanden beschuldigen, „aber es war ja nie…