Umfrage 
Jeder Zehnte hat sich schon eine Elektroheizung gekauft

Ein elektrischer Heizlüfter in einem Wohnraum. Foto

© Frank Rumpenhorst/dpa

Die Sorge vor Gasknappheit treibt Bundesbürger dazu, sich einen Heizlüfter, Heizstrahler oder einen Radiator anzuschaffen. Ist das notwendig?

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und einer drohenden Gasknappheit setzen viele Bundesbürger zum Heizen auf Strom als Alternative.

In einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox gaben zehn Prozent der Befragten an, sich in den vergangenen sechs Monaten eine Elektroheizung gekauft zu haben, also einen Heizlüfter, Heizstrahler oder einen Radiator. 11 Prozent planen, dies zu tun, und 19 Prozent denken darüber nach.

Die Umfrage fand nicht nur unter Gaskunden statt, sondern sie war repräsentativ für die Bevölkerung im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die Zahlen sind hoch, auch weil nur etwa die Hälfte der deutschen Haushalte mit Gas heizt. Ein Viertel tut dies mit Öl und der Rest zum Beispiel mit Fernwärme.

Boom bei Elektro-Heizungen löst Bedenken aus

Grund für die Elektro-Käufe war der Umfrage zufolge vor allem die Sorge, den eigenen Heizbedarf im kommenden Winter nicht decken zu können. Verivox-Energieexperte Thorsten Storck wies darauf hin, dass solche Sorgen unbegründet seien. „Selbst wenn Russland die Gaslieferungen vollständig einstellt, bleiben die Heizkörper zuhause warm.“ Haushalte gehörten zu den gesetzlich geschützten Kunden, die auch dann mit Gas beliefert würden, wenn die Gasversorgung stark eingeschränkt wäre.

Der Boom bei den Elektro-Heizungen löst Bedenken aus. So hatten der Elektrotechnik-Verband VDE und der Gaswirtschaftsverband DVGW unlängst darauf hingewiesen, dass der massenhafte Einsatz von Heizlüftern zu einer Überlastungssituation führen und…