Einschätzung von Experten
Nachschub aus dem Westen: Ob und wie die neuen Waffen Kiew helfen könnten

US-Raketenwerfer HIMARS (High Mobility Artillery Rocket System) beim Abschuss einer Rakete in Jordanien.“Das Wort „Himars“ ist für unser Land fast schon zum Synonym für das Wort „Gerechtigkeit“ geworden“, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj

© Petra News Agency / DPA

06.08.2022, 08:29
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Die Nachfrage nach Waffen aus dem Westen ist ungebremst groß in der Ukraine. Doch wären die Militärhilfen auch kriegsentscheidend? Experten erklären, was die Verteidiger mit den bisherigen Lieferungen gelingen könnte – und was eher nicht.

Kiew ist voll des Lobes für die neuen Waffen aus dem Westen. „Das Wort „Himars“ ist für unser Land fast schon zum Synonym für das Wort „Gerechtigkeit“ geworden“, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj über die aus den USA gelieferten Mehrfachraketenwerfer. Die ersten Himars-Systeme kamen Ende Juni in der Ukraine an – fast genau vier Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs. Aus den USA gab es bislang außerdem Harpoon-Raketen, M777-Haubitzen, aus Deutschland etwa Gepard-Flugabwehrpanzer. Doch Kiew macht Druck, dass das noch lange nicht reiche, wenn es Europas Freiheit und Sicherheit weiter gegen die russische Invasion verteidigen solle.

Fast ein halbes Jahr schon dauert der von Kremlchef Wladimir Putin angeordnete Angriffskrieg an. Im Osten mussten sich die ukrainischen Streitkräfte Anfang Juli im Gebiet Luhansk vorerst geschlagen geben. Im benachbarten Donezk hingegen hält sie weite Teile – noch. Ihre Hauptverteidigungslinie verläuft dort vom Fluss Siwerskyj Donez über die Städte Siwersk, Soledar und Bachmut. Doch auch hier rücken die Russen aufgrund ihrer Artillerieüberlegenheit langsam vor. Sollten die drei Kleinstädte fallen, wäre für Russlands Armee der Weg frei in Richtung der Städte Slowjansk und…