Russische Invasion
Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Ein ukrainischer Soldat steht vor dem Gebäude der regionalen Militärverwaltung von Mykolaiv, das bei einem russischen Angriff zerstört wurde. Foto

© Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Mehrfach wird auf das Gelände des südukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja geschossen. Kiew macht die russische Besatzungsmacht verantwortlich – und fordert klare Konsequenzen. Die Entwicklungen.

Nach dem Beschuss des Atomkraftwerk-Geländes Saporischschja machen sich Russland und die Ukraine gegenseitig dafür verantwortlich. Das größte Atomkraftwerk Europas liegt im von Russlands Truppen besetzten Teil der Südukraine – bereits mehrfach kam es dort in den vergangenen Kriegsmonaten zu brenzligen Situationen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „Akt des Terrorismus“ durch die russische Seite und forderte neue Sanktionen, die gezielt die Nuklearindustrie des Nachbarlands treffen sollten. Das Außenministerium in Kiew warnte: Sollte ein Reaktor im Betrieb getroffen werden, seien die möglichen Folgen „gleichbedeutend mit dem Einsatz einer Atombombe“.

Selenskyj fordert neue Sanktionen gegen Russland

„Wer nukleare Bedrohungen für andere Völker schafft, ist definitiv nicht in der Lage, Nukleartechnologie sicher einzusetzen“, sagte Selenskyj in der Nacht. Konkret verlangte er etwa Strafmaßnahmen gegen den russischen Staatskonzern Rosatom.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich die Internationale Atomenergiebehörde IAEA besorgt gezeigt angesichts der Lage um das Kraftwerk, das mit sechs Blöcken und einer Leistung von 6000 Megawatt das größte Atomkraftwerk Europas ist. Eine Inspektion zur Prüfung der technischen Sicherheit sei dringend erforderlich, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi. Aber es sei momentan sehr schwierig für die…