Nahost
Gewalteskalation zwischen Israel und Islamischer Dschihad

Feuer und Rauch steigen nach israelischen Luftangriffen auf die Stadt Khan Yunis im südlichen Gazastreifen auf. Foto

© Yousef Mohammed/IMAGESLIVE via ZUMA Press Wire/dpa

Lange war es an der Grenze zum Gazastreifen verhältnismäßig ruhig. Nun eskaliert die Gewalt. Israelische Streitkräfte greifen Ziele in dem Küstengebiet an, militante Palästinenser feuern Hunderte Raketen ab.

Zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen ist die Gewalt erneut eskaliert. Nach der gezielten Tötung des Militärchefs der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad und mehreren israelischen Luftangriffen im Gazastreifen hagelte es Raketen auf Israel.

Ägypten will nun schlichten. Eine Delegation sei bereit, zur Vermittlung nach Israel und Gaza zu reisen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Kairo erfuhr. Ziel sei, eine Ausweitung des Konflikts wie im vergangenen Jahr zu verhindern. Berichten aus Gaza zufolge sollen sich auch die Vereinten Nationen und Katar um Vermittlung bemühen.

Das israelische Militär hatte am Freitag nach Drohungen über Angriffe auf israelische Zivilisten die Militäraktion „Morgengrauen“ mit mehreren Luftangriffen auf den Gazastreifen gestartet. Ziel der Angriffe war die Organisation Islamischer Dschihad (PIJ), die nach der Hamas die zweitstärkste militärische Kraft in Gaza ist. Dabei wurden Militärchef Taisir al-Dschabari und weitere PIJ-Mitglieder getötet. Die eng mit Israels Erzfeind Iran verbundene Gruppe wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Al-Dschabari war dem Militär zufolge verantwortlich für Raketenangriffe aus dem Küstenstreifen und geplante Angriffe auf Zivilisten.

Zahl der Todesopfer steigt an

Die Zahl der Toten nach dem Beginn…