06.08.2022, 16:52
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Seit einigen Wochen sind die Corona-Beschränkungen an den Grenzen aufgehoben, was viele Russen dazu verleitet, ins Nachbarland Finnland zu fahren. Dort wird dann munter eingekauft. Der Regierung in Helsinki und manchen Finnen ist das ein Dorn im Auge.

Der Grenzübergang Imatra im Südosten Finnlands, nicht weit von der Stadt Lappeenranta. Über Jahre war das der meist genutzte Grenzübergang zwischen Russland und dem skandinavischen Staat. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Grenzverkehr im Jahr 2020 eingeschränkt, Anfang 2021 wurde der Personenverkehr sogar ganz geschlossen. 

Zum 1. Juli hat Finnland aber seine Einreiseregeln gelockert; ein Impfnachweis muss nicht mehr gezeigt werden. Eine Regeländerung, die vor allem Reisende außerhalb des Schengenraums betrifft – und somit auch Russland, mit dem Finnland eine rund 1400 Kilometer lange Grenze teilt. Auch Russland selbst lockerte am 15. Juli seine Corona-Restriktionen an den Grenzen.

Und die Menschen in Russland machen von diesen Lockerungen Gebrauch, denn trotz Sanktionen können sie, wenn sie die notwendigen Dokumente haben, nach Finnland per Auto oder Bus einreisen. 

Russen kaufen Käse, Cola und Kaffee in Finnland ein

An einem Wochenende Mitte Juli haben zwischen 7000 und 8000 Menschen die Grenze von Russland nach Finnland passiert. Rund 80 Prozent davon seien russische Bürgerinnen und Bürger gewesen, wie der finnische Rundfunk Yle berichtete. 

Die meisten hätten ihren Finnland-Trip zum Besuch ihrer Immobilien oder für Wellness genutzt. Reisebusse fahren wieder von St. Petersburg über die Grenze. Ein weiterer großer Teil nutze die Fahrt nach Finnland zum Einkaufen. 

Besonders in Lappeenranta gehen die Russinnen und Russen auf Shopping-Tour, wie die finnische Zeitung…