Die Lage in der Ukraine
Russen-Vorstöße in Donezk abgewehrt – Selenskyj lobt Erfolge

Oberstabsfeldwebel Artur Shevtsov vom Regiment Dnipro-1 verlässt einen Bunker in der Stellung der Einheit in der Nähe von Slowjansk in der Region Donezk in der Ostukraine. Foto

© David Goldman/AP/dpa

Im Osten der Ukraine rücken die Russen bei ihrer Invasion auf einen wichtigen Ballungsraum zu. Der Beschuss eines Atomkraftwerkgeländes schürt Sorgen vor einem Nuklearunfall. Die aktuellen Entwicklungen.

Knapp sechs Monate nach Beginn ihrer Invasion attackieren die russischen Truppen in der Ostukraine mit aller Härte die Stadt Bachmut – einen Eckpfeiler der Verteidigungslinie um den letzten von den Ukrainern dort kontrollierten Ballungsraum. Das teilte am Samstag der Generalstab in Kiew in seinem neuen Lagebericht mit.

Damit gerät die ukrainische Armee im östlichen Gebiet Donezk zunehmend unter Druck – hat am Samstag allerdings eigenen Angaben zufolge vorerst alle Vorstöße der Russen abgewehrt. Es seien russische Offensiven in Richtung der Städte Slowjansk, Bachmut und Awdijiwka zurückgeschlagen worden, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Abendbericht mit. Insbesondere um Bachmut toben seit Tagen heftige Kämpfe. Die prorussischen Rebellen hatten am Vortag vermeldet, es gebe Gefechte bereits innerhalb des Stadtgebiets. Unabhängig können die Angaben beider Seiten nicht überprüft werden.

Sollten Bachmut und andere Kleinstädte fallen, wäre der Weg für die russischen Truppen weitgehend frei in Richtung Slowjansk und Kramatorsk. Seit der Eroberung des Nachbargebiets Luhansk konzentrieren die Russen ihre Angriffe in der Ostukraine auf Donezk, wo sie bislang rund 60 Prozent des Territoriums erobert haben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte seine Streitkräfte für die erfolgreichen Gegenangriffe – und hob dabei die Rolle…