1. Spieltag
Altbekannte Berliner Derby-Muster: Union demontiert Hertha

Die Mannschaft von Union jubelt nach dem 1:0 Treffer durch Sheraldo Becker – Herthas Jonjoe Kenny lässt den Kopf hängen. Foto

© Andreas Gora/dpa

Auch das vierte Derby in Serie gewinnt Union Berlin. Und wieder zeigen die Köpenicker der Hertha die Grenzen auf. Nach dem 1:3 warten auf Herthas Sandro Schwarz schon zum Saisonstart unruhige Wochen.

Zumindest die Reaktion der Hertha-Anhänger unterschied sich nach der nächsten Derby-Pleite gegen Union Berlin deutlich vom letzten Mal. Wurden die Spieler nach dem 1:4 im April noch von einigen Fans zum Ausziehen ihrer Trikots aufgefordert, applaudierten sie ihrer Mannschaft diesmal.

Der Auftritt der Herthaner unter ihrem neuen Trainer Sandro Schwarz beim 1:3 (0:1) in Köpenick zum Bundesliga-Auftakt hätte dabei aber durchaus ein weiteres negatives Déjà-vu hervorrufen können.

Herthas Torwart: „Wir spielen nicht unser Spiel“

„Ich bin sauer. Wir wollen besser spielen. Wir waren nicht da heute, wir spielen nicht unser Spiel“, sagte Hertha-Keeper Oliver Christensen frustriert. „Natürlich ist es beschämend. Jeder weiß, was es bedeutet für unsere Fahne.“

Vier Derbys in Folge haben die Köpenicker nun gewonnen. Vor 22 012 Zuschauern im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei erzielten am Samstag Jordan Siebatcheu (31. Minute), Sheraldo Becker (50.) und Robin Knoche (54.) die Treffer für die Hausherren. Dodi Lukebakio traf für Hertha (85. Minute), aber zu spät.

Für die auf ganzer Linie enttäuschende Hertha war es nach dem schmerzlichen Pokal-Aus bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig schon die zweite Pflichtspiel-Niederlage unter Schwarz.

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Beide Mannschaften zeigten…