Verurteilte US-Basketballerin
Solidarität für Griner: „Ihren Geist am Leben halten“

Die Teams der Connecticut Sun und der Phoenix Mercury verschränken vor einem Spiel der WNBA die Arme zu Ehren von Brittney Griner. Foto

© Sarah Gordon/The Day/AP/dpa

US-Basketballerin Brittney Griner wird in Russland zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt. Ihre Mitspielerinnen in den USA verfolgen die Urteilsverkündung und setzen ein Zeichen der Solidarität.

Arm in Arm standen die Basketballerinnen der Phoenix Mercury und Connecticut Sun bei gedimmten Hallenlicht am Mittelkreis: „42 Sekunden Stille für unsere Schwester“.

Beide Teams schwiegen vor Spielbeginn ihrer Partie in der nordamerikanischen Profiliga WNBA und gedachten ihrer in Russland inhaftierten Star-Centerin Brittney Griner. Die Stille wurde nur durch einzelne „Bringt sie nach Hause“-Rufe aus dem Publikum unterbrochen.

Verurteilung zu neun Jahren Lagerhaft

Wenige Stunden davor hatten die Spielerinnen der Phoenix Mercury beim Aufwärmen die Urteilsverkündung gegen ihre Teamkollegin verfolgt: Ein russisches Gericht verurteilte Griner wegen illegalen Drogenbesitzes zu neun Jahren Lagerhaft, nachdem bei ihr im Februar bei der Einreise am Moskauer Flughafen Scheremetjewo sogenannte Vape-Kartuschen und Haschisch-Öl gefunden worden waren. Es soll sich um 0,5 Gramm gehandelt haben. Dies wurde als illegaler Drogenbesitz und versuchter Schmuggel gewertet. Seitdem saß Griner, die sich schuldig bekannte, in Untersuchungshaft. Das Gericht sah keine mildernden Umstände.

„Niemand von uns wollte heute eigentlich spielen“, erklärte Griners Mitspielerin Skylar Diggins-Smith. „Wie kann man das Spiel auch mit einem klaren Kopf angehen? Alle von uns haben vor dem Spiel geweint.“ Diamond DeShields beschrieb die Situation wie folgt: „Es ist, als ob man…