Das Wichtigste in Kürze:

Weitere Getreide-Frachter sollen ukrainische Häfen verlassen Bericht von Amnesty International verärgert Präsident Selenskyi Ostukrainische Großstadt Charkiw unter russischem Beschuss Neue EU-Sanktionen gegen Ex-Präsident Janukowitsch Türkischer Präsident Erdogan reist zu Putin nach Sotschi

 

Zwei Wochen nach Abschluss des Abkommens für Agrarexporte aus der Ukraine sollen drei weitere mit Getreide und Lebensmitteln beladene Schiffe aus ukrainischen Schwarzmeerhäfen ablegen. Die Frachter „Navi Star“, „Rojen“ und „Polarnet“ hätten zusammen rund 50.000 Tonnen Mais an Bord, teilte der ukrainische Infrastrukturminister Olexander Kubrakow mit. Zudem soll sich ein unbeladenes Schiff nach einer Kontrolle in Istanbul auf den Weg in einen ukrainischen Hafen machen, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte.

Agrarexporte über die ukrainischen Schwarzmeerhäfen waren wegen des russischen Angriffskrieges zuletzt monatelang blockiert gewesen. Ein erster mit Mais beladener Frachter, der den ukrainischen Hafen Odessa am Montag verlassen hatte, soll am Sonntag im Libanon ankommen.

Der Getreide-Frachter „Razoni“ hat Istanbul bereits passiert

Möglich wurde das durch ein Abkommen der Kriegsgegner Ukraine und Russland unter Vermittlung von UN und Türkei. Die Vereinbarung erlaubt Getreideausfuhren aus drei ukrainischen Häfen. Inspektionen am Bosporus sollen unter anderem sicherstellen, dass Schiffe keine Waffen geladen haben.

Die ausbleibenden Ausfuhren haben die Hungerkrise in Teilen der Welt verschärft. Vor allem ost- und nordafrikanische Staaten wie Somalia, Ägypten oder Libyen sind von Getreidelieferungen aus der Ukraine und Russland abhängig.

Kiew kritisiert Amnesty International-Bericht

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Amnesty International nach Kritik an der Taktik der ukrainischen Armee scharf kritisiert. Die Menschenrechtsorganisation wolle „eine Amnestie für den terroristischen Staat (Russland) erlassen und…