Das Wichtigste in Kürze:

Das Gelände des AKW Saporischschja ist wohl beschossen worden Weitere Getreide-Frachter haben ukrainische Häfen verlassen Bericht von Amnesty International verärgert Präsident Selenskyi Kampf gegen Kollaborateure: Ausgangssperre in Mykolajiw Neue EU-Sanktionen gegen Ex-Präsident Janukowitsch

 

Moskau und Kiew haben sich gegenseitig den Beschuss des von Russland besetzten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja vorgeworfen. Am Freitagnachmittag habe die ukrainische Armee das Werksgelände beschossen, meldeten mehrere russische Agenturen unter Berufung auf die zuständige Besatzungsverwaltung. Zwei Stromleitungen seien unterbrochen worden und ein Feuer ausgebrochen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Von ukrainischer Seite hieß es hingegen, die Russen hätten das Gelände selbst beschossen. Infolge der Angriffe sei eine Hochspannungsleitung zum benachbarten Wärmekraftwerk beschädigt worden, teilte der staatliche ukrainische Atomkonzern Enerhoatom mit. Ein Block des Atomkraftwerks sei heruntergefahren worden.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) besorgt gezeigt angesichts der Lage um das Kraftwerk, das mit sechs Blöcken und einer Leistung von 6000 Megawatt das größte AKW Europas ist. Eine Inspektion zur Prüfung der technischen Sicherheit sei dringend erforderlich, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi. Aber es sei momentan sehr schwierig für die IAEA, überhaupt ins Kriegsgebiet nach Saporischschja zu kommen. Auch der britische Geheimdienst kam kürzlich zu der Einschätzung, dass Aktionen der russischen Streitkräfte mit hoher Wahrscheinlichkeit die Sicherheit des Kraftwerks gefährden

Drei weitere Schiffe mit ukrainischem Getreide ausgelaufen

Zwei Wochen nach Abschluss des Abkommens für Agrarexporte aus der Ukraine haben drei weitere mit Getreide und Lebensmitteln beladene Schiffe aus ukrainischen Schwarzmeerhäfen abgelegt. Zwei Schiffe hätten in Tschornomorsk und eines in…