Anklage erhoben
T-Mobile: Ex-Angestellter stiehlt heimlich Werkzeuge – und verdient mit ihnen 25 Millionen Dollar

In den USA – hier eine Filiale in New York – ist T-Mobile eher bei jüngeren Kunden beliebt

© John Marshall Mantel/ / Picture Alliance

05.08.2022, 06:21
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In Deutschland sind Simlocks für Smartphones eine dunkle Erinnerung. In den USA sperren aber immer noch viele Anbieter ihre Kunden im eigenen Netz ein. Einen skrupellosen Angestellten von T-Mobile machte das reich. Jetzt droht ihm Gefängnis.

Es war die große Frage, wenn man ein gebrauchtes Handy aus der Familie vererbt bekam oder von Plattformen wie Ebay kaufte: Funktioniert das überhaupt in meinem Netz? Während die deutschen Provider längst auf Beschränkungen auf einzelne Netze oder gar Sim-Karten verzichten, stellte sich dieses Problem in den USA noch deutlich länger. Ein Mitarbeiter des US-Anbieters T-Mobile hat damit Millionen offenbar verdient. 

Das geht aus einer Urteilsverkündung des US-Justizministeriums hervor. Argishti K. wurde schuldig befunden, das Entfernen der Anbieter-Sperre als Dienstleistung angeboten zu haben. Und das im ganz großen Stil: „Hunderttausende von Mobiltelefonen“ soll er im Zeitraum zwischen 2014 und 2019 entsperrt haben. Zum Verhängnis wird dem 44-Jährigen nun, dass er das gar nicht durfte. Und auch die Werkzeuge dazu gestohlen hatte.

Nicht nur ein bisschen illegal

An die Zugänge zum Freischalten der Geräte kam K. durch klassische Hacker-Methoden: Mit gefälschten E-Mails brachte er Mitarbeiter der Helpdesks von T-Mobile und von anderen Provider ndazu, ihr Passwort auf einer von ihm kontrollierten Webseite zurückzusetzen – und bekam so Zugriff auf ihre Accounts. In einigen Fällen soll er sich auch selbst erfolgreich bei Hotlines als hochrangiger Angestellter ausgegeben haben, um so an die Zugänge zu…