Russische Invasion
Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

Der US-Raketenwerfer HIMARS (High Mobility Artillery Rocket System) beim Abschuss einer Rakete: Der Westen leistet Militärhilfe. Foto

© Petra News Agency / Handout/PETRA NEWS AGENCY/dpa

Im Osten der Ukraine wüten heftige Kämpfe. Selenskyj kritisiert die Verzögerung von EU-Hilfen und weitere Schiffe mit ukrainischem Getreide legen ab. Die Entwicklungen im Überblick.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die verzögerte Auszahlung von EU-Finanzhilfen in Milliardenhöhe für sein Land beklagt. Er wolle nicht sagen, welches Land diesmal bremse, sagte er in einer Videoansprache in Kiew.

Zuvor hatte aber der Vizechef seines Präsidialamtes, Ihor Schowkwa, Deutschland für die schleppende Auszahlung verantwortlich gemacht. Von neun Milliarden Euro Makrofinanzhilfe sei erst eine Milliarde gezahlt worden.

Für Freitagmorgen wurde das Auslaufen von drei weiteren Schiffen mit Getreide aus ukrainischen Häfen erwartet. Sie haben zusammen rund 50 000 Tonnen Mais an Bord, wie Infrastrukturminister Olexander Kubrakow mitteilte. Aus dem Donbass wurden heftige Kämpfe gemeldet, bei denen die russischen Truppen allem Anschein nach Geländegewinne erzielten. Die ostukrainische Großstadt Charkiw wurde von Artillerie beschossen.

Ebenfalls am Freitag wollen sich die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi treffen.

Wer verschleppt die Auszahlung der EU-Hilfe?

Bei den EU-Hilfen gebe es eine „künstliche Verzögerung“, die entweder ein Verbrechen oder ein Fehler sei, sagte Selenskyj. Jeden Tag erinnere er EU-Politiker daran, dass ukrainische Rentner, Flüchtlinge, Lehrer und andere auf Zahlungen aus dem Haushalt angewiesen seien. Sie…