Nationalmannschaft
Dressur bei WM mal anders: Keine Angst vor Danish Dynamite

Klaus Roeser, deutscher Equipe-Chef. Foto

© Friso Gentsch/dpa

Deutschlands Dressur-Equipen sind Seriensieger, zuletzt drückend überlegen mit Gold bei Olympia und der EM. Bei der WM in Dänemark ist ein erneuter Sieg allerdings nicht unbedingt zu erwarten.

Trotz der ungewohnten Außenseiter-Rolle bleibt Gold das Ziel. „Wir wollen natürlich das Beste rausholen“, sagte Isabell Werth am Tag vor dem Start der Dressur-WM im dänischen Herning, bei der das deutsche Team nicht als großer Favorit startet.

Ungeachtet der ungewohnten Ausgangsposition drückte Equipe-Chef Klaus Roeser die Zielsetzung noch deutlicher aus: „Unser Ansatz ist es, den Titel zu verteidigen.“

Roeser: „Wollen die Gastgeber unter Druck setzen“

Deutschlands Dressur-Mannschaft ist seit sechs Jahren bei EM, WM und Olympia ungeschlagen, gewann meistens mit einschüchterndem Vorsprung. Doch in Herning ist keines der Gold-Paare aus dem Vorjahr am Start. „Das heißt aber nicht, dass Deutschland weg vom Fenster ist“, betonte Werth. Die erfolgreichste Reiterin der Welt sieht das Heimteam in der Favoritenrolle, ohne dass sie Danish Dynamite fürchtet. „Sie haben hier den Heimvorteil, aber sie haben auch den Druck“, sagte die 53-Jährige. Für das dänische Team ist dies neu.

Der deutsche Equipe-Chef sieht die Ausgangssituation ähnlich, „aber wir haben Ziele und Ansprüche“, betonte Roeser. Auf die Frage nach der Taktik antwortete er vor dem Mannschaftswettbewerb am Samstag und Sonntag: „Wir wollen die Gastgeber unter Druck setzen!“

Das deutsche Team ist im Umbruch, zum Teil nicht ganz freiwillig. Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl ist schwanger, Werths Toppferde Bella Rose und Weihegold sind im sportlichen Ruhestand, und Dorothee…