Lieferketten
Kettenreaktion: Taiwan-Krise bedroht deutsche Wirtschaft

Die drohende Eskalation im Taiwan-Konflikt wirkt sich auch auf die deutsche Wirtschaft aus. Foto

© Wang Yi/Xinhua/dpa

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China sind eng. Der Taiwan-Konflikt könnte das verändern. Aber auch taiwanische Firmen spielen global eine wichtige Rolle.

Die weltweiten Auswirkungen einer bewaffneten Auseinandersetzung um Taiwan bedrohen auch Deutschlands Wirtschaft. „Ein militärischer Konflikt in Taiwan ist vermutlich die größte Gefahr für die über die vergangenen Jahrzehnte aufgebauten engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China“, sagte Max Zenglein, Chef-Ökonom beim Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

„Eine Eskalation würde eine Kettenreaktion mit weitreichenden negativen wirtschaftlichen Folgen nach sich ziehen“, sagte Zenglein. Störungen wichtiger Lieferketten oder mögliche Sanktionen wären mit massiven wirtschaftlichen Kosten verbunden.

Taiwan wichtig für globale Lieferketten

Taiwanische Firmen nähmen in den globalen Lieferketten durch ihre dominante Position bei Halbleitern und auch bei anderen High-Tech-Komponenten für die Elektrotechnik eine „zentrale Rolle“ ein. „Die zunehmenden geopolitischen Risiken verdeutlichen uns derzeit, wie fragil die globalisierten Produktionsprozesse aufgestellt sind“, sagte Zenglein.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied der deutschen Handelskammer in China (AHK), Jens Hildebrandt, hob die Bedeutung des chinesischen Marktes für die deutsche Wirtschaft hervor. „China ist das Zentrum von Produktionshubs für wichtige Vor- und Zulieferprodukte in verschiedensten Industrien“, sagte Hildebrandt der dpa. „Ein weiterer Verlust von Vor- und Zwischenprodukten aus…