Konflikte
Israel tötet Dschihad-Militärchef im Gazastreifen

Männer und zwei Feuerwehrleute stehen nach einem israelischen Luftangriff vor Trümmern. Bei Angriffen des israelischen Militärs auf den Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge mehrere Menschen getötet worden. Foto

© Mohammed Talatene/dpa

Israel greift nach der Drohung militanter Palästinenser den Gazastreifen an. Mehrere Menschen sterben. Darunter ein hochrangiger Kommandeur.

Israelische Streitkräfte haben bei Luftangriffen auf den Gazastreifen den Militärchef der extremistischen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) getötet. Taisir al-Dschabari sei bei dem Angriff gestorben, teilte die PIJ am Freitag mit. Das israelische Militär bestätige den Tod des hochrangigen Kommandeurs. Demnach war Al-Dschabari verantwortlich für zahlreiche Raketenangriffe aus dem Gazastreifen und geplante Angriffe auf Zivilisten. Der Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Zuvor hatte das israelische Militär nach Drohungen des Islamischen Dschihads mehrere Ziele in dem Küstenstreifen angegriffen. Nach palästinensischen Angaben kamen dabei mindestens acht Menschen ums Leben, darunter ein fünfjähriges Kind. Mindestens 55 Menschen seien verletzt worden. Ein Hamas-Sprecher kündigte Vergeltung an: „Die Besatzung (die Bezeichnung der Hamas für Israel) hat die roten Linien überschritten“.

2019 hatte Israel bereits den Vorgänger von Al-Dschabari, Dschihad-Militärchef Baha Abu al-Ata, gezielt getötet. Darauf folgten damals massive Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Orte und Gegenangriffe der israelischen Luftwaffe in dem Küstenstreifen. Nach einigen Tagen konnte mit Hilfe von Unterhändlern Ägyptens und der Vereinten Nationen eine Waffenruhe vereinbart werden.

Angriff gegen Israel geplant?