Dank einer Korallenart
Australien meldet Erholung im Norden des Great Barrier Reefs

Die Korallenart Acropora sorgt für eine Erholung des Great Barrier Reefs

© Lukasz Larsson Warzecha / Getty Images

05.08.2022, 10:59
3 Min. Lesezeit

Das Great Barrier Reef vor Australien wächst laut Wissenschaftlern dank einer Korallenart im Norden. Doch das ist kein Grund für zu großen Optimismus.

Australien meldet ein überraschendes Korallen-Comeback am bedrohten Great Barrier Reef: Dank einer rasch wachsenden Steinkorallenart hätten sich die nördlichen und zentralen Teile des Unesco-Weltnaturerbes schneller von den Schäden erholt als erwartet, hieß es in einem am Donnerstag von der Regierung veröffentlichten Bericht des Australischen Instituts für Meereswissenschaften. Experten warnen jedoch vor zu großem Optimismus.

Laut dem Bericht nahm der Korallenbewuchs in Teilen des Riffs im vergangenen Jahr in einem Ausmaß zu, wie er seit Beginn des Überwachungsprogramms vor 36 Jahren nicht mehr verzeichnet wurde. Das Institut führte den Bewuchs vor allem auf die Steinkorallen-Art Acropora zurück, die unter guten Bedingungen extrem schnell wächst. 

Probleme im Süden des Great Barrier Reef

Je weiter das Team des Meereswissenschaftsinstituts allerdings in Richtung Süden vordrang, desto weniger ermutigend war das Bild: So gab es im Zentrum bereits deutlich weniger neue Korallen, und im Süden ging der Bewuchs sogar zurück.

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So krank ist das Great Barrier Reef – und so schön

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Das Great Barrier Reef ist so gewaltig, dass es mit bloßem Auge vom Weltraum aus zu erkennen ist. Dieses Bild des 2300 Kilometer langen Ökosystems wurde im Jahr 2015 von der ISS aus gemacht. Die Raumstation umkreist die Erde in einer Entfernung von ungefähr 400 Kilometern.