Früherkennung
Ärzte mahnen zu Vorsorgeuntersuchungen bei Prostatakrebs

Wartebereich der Urologie in der Uniklinik Frankfurt am Main. Foto

© Andreas Arnold/dpa

Prostatatumore wachsen meistens ohne Symptome. Daher mahnen Mediziner zu Früherkennungsuntersuchung.

Britische Forscher raten zur Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs. Die meisten Prostatatumore wachsen zunächst ohne Symptome; deshalb kann es zu spät sein für eine Behandlung, wenn ein Patient mit Beschwerden zum Arzt kommt. Oft hat der Tumor dann bereits Metastasen gebildet und ist kaum noch einzudämmen. Eine Gruppe um Vincent Gnanapragasam von der University of Cambridge (Großbritannien) betont, dass es heute gute Methoden gibt, um unnötige Gewebeentnahmen bei der Früherkennungsuntersuchung zu vermeiden. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „BMC Medicine“ erschienen.

Prostatakrebs ist in Deutschland bei Männern die am häufigsten diagnostizierte Krebsart; 2018 gab es dem Robert Koch-Institut zufolge 65 200 Neuerkrankungen. Rund ein Viertel der Erkrankungen verläuft tödlich, nur Lungenkrebs und Darmkrebs führen noch öfter zum Tod.

Dann sollten Sie zur Früherkennung gehen

„Männer sollten sich nicht scheuen, mit ihrem Hausarzt über Tests und den Wert eines PSA-Tests zu sprechen, insbesondere wenn sie in ihrer Familie Prostatakrebs hatten oder andere Risikofaktoren haben“, sagt Gnanapragasam. Beim PSA-Test wird die Konzentration des prostataspezifischen Antigens im Blut bestimmt, seine Aussagekraft ist aber begrenzt, es kommt auch zu falsch positiven Ergebnissen. Laut Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ) kann in Deutschland jeder krankenversicherte Mann ab 45 Jahren jährlich eine Tastuntersuchung der Prostata in Anspruch nehmen. Ein zusätzlicher PSA-Test müsse bezahlt werden.

Schon vor mehr als zehn Jahren…