Online-Modehändler
Konsumflaute bei Zalando – Sinkende Gewinne und Umsätze

Der Umsatz des Online-Modehändlers ist im zweiten Quartal 2022 gesunken. Foto

© Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Online-Boom während der Corona-Beschränkungen sind die Zeiten für den Modehändler Zalando deutlich schwieriger geworden. Lieferengpässe und Nachfragerückgänge machen dem Dax-Konzern zu schaffen.

Weniger Kundenbestellungen, steigende Inflation und Lieferengpässe belasten den Online-Modehändler Zalando. Im zweiten Quartal dieses Jahres sei der Umsatz um vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag bei 77,4 Millionen Euro. Unter dem Strich verblieben 14 Millionen Euro als Gewinn – ein Bruchteil der im Vorjahreszeitraum erreichten 120,4 Millionen Euro. Erst im Juni hatte das Unternehmen seine Prognose für dieses Jahr deutlich nach unten korrigiert.

Im ersten Halbjahr 2021 profitierte die Online-Plattform noch deutlich vom Bestell-Boom in Folge der Corona-Krise. Nun dämpfen der Ukraine-Krieg und die hohe Inflation die Kauflaune der Kundinnen und Kunden deutlich. Hinzu kommen nach wie vor Lieferengpässe aufgrund der langen Corona-Schließungen in China.

Bei den Bestellungen mache sich das Ende der Beschränkungen in Europa wiederum deutlich bemerkbar. Anstatt Freizeitbekleidung, insbesondere für zu Hause, würden nun Reise- und Outdoor-Artikel nachgefragt, sagte Zalando-Chef Robert Gentz am Donnerstag bei der Präsentation der Zahlen.

Neuer Chef vertröstet auf die zweite Jahreshälfte

Für die zweite Jahreshälfte ist Gentz deutlich optimistischer. Für das bereinigte Ebit hat das Unternehmen 154 bis 234 Millionen Euro auf dem Zettel. Dabei gilt insbesondere das vierte Quartal mit…