Es seien spürbare Gehaltssteigerungen vereinbart worden, teilte die Lufthansa nach der dritten Verhandlungsrunde mit. „Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen“, erklärte der Lufthansa-Vorstand. Es sei ein gutes Ergebnis erzielt worden, das quer durch alle Beschäftigtengruppen eine deutliche Erhöhung bedeute, hieß es von Seiten der Gewerkschaft Verdi. Die Verdi-Tarifkommission des Konzerns habe dem Verhandlungsergebnis schon zugestimmt, das jetzt noch eine Mehrheit in einer Mitgliederbefragung finden muss.

Tarifabschluss bringt zweistellige Gehaltssteigerungen

Bei Deutschland größter Fluggesellschaft kommt es damit nicht erneut zu einem Streik der Beschäftigten an Check-In oder bei der Abfertigung von Flugzeugen. Ein eintägiger Ausstand hatte in der vergangenen Woche mehr als 1000 Flugstreichungen an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt am Main und München ausgelöst. Und das mitten in der Hauptsaison, die Reisenden wegen Störungen des Flughafenbetriebes aufgrund von Personalmangel in Europa ohnehin schon viel Geduld abverlangt.

Verdi-Mitglieder am 27. Juli in Frankfurt beim Warnstreik der Lufthansa

Angesichts der angespannten Personalsituation hat die Gewerkschaft derzeit eine starke Verhandlungsposition. Vereinbart wurden ein Einmalbetrag und eine prozentuale Erhöhung. Der Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 18 Monaten sieht für die rund 20.000 Beschäftigten Gehaltssteigerungen von mindestens 325 Euro pro Monat plus einer weiteren Erhöhung um 2,5 Prozent vor, wie beide Seiten berichteten. Laut Verdi ergeben sich daraus für einzelne Beschäftigte am Check-In Gehaltssteigerungen zwischen 13,6 und 18,4 Prozent.

Falls sich Lufthansa und Piloten nicht einigen, bleiben die Maschinen dann doch wieder am Boden

Tarifverhandlungen mit Piloten stehen an

Das Risiko eines Streiks ist bei der Lufthansa unterdessen noch nicht völlig gebannt. Die Tarifverhandlungen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung…