Debatte um Atomausstieg
Streit um längere Laufzeiten: Söder und Merz besuchen AKW

Ein Besuch vor Ort: Markus Söder und Friedrich Merz reisen zumm Atomkraftwerk Isar 2 in Bayern. Foto

© Armin Weigel/dpa

Könnten längere Atomlaufzeiten eine mögliche Energiekrise im Winter abfedern? Die Frage beschäftigt seit Wochen Politik und Talkshows. Ein Besuch bringt nun neuen Schwung in die Debatte.

Vor dem Hintergrund der Debatte um längere Atomlaufzeiten besuchen CDU-Chef Friedrich Merz und der CSU-Vorsitzende Markus Söder am Donnerstag das Kraftwerk Isar 2 bei Landshut in Bayern.

Der Besuch passt ins Bild: Die Chefs der Unionsparteien werben seit Wochen wegen der Energiekrise für eine Laufzeitverlängerung der verbliebenen Meiler. Söder rief die Bundesregierung vor dem Besuch dazu auf, sich in der Frage rasch zu positionieren. „Jetzt braucht es endlich Entscheidungen“, sagte er am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

Debatte über Atom-Aus in Deutschland

Wegen der Energiekrise, die sich durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zugespitzt hat, gibt es seit Monaten eine Debatte, ob die drei verbleibenden Atomkraftwerke in Deutschland länger weiterlaufen sollen, als die geltende Gesetzeslage vorsieht. Die Betriebsgenehmigung des Atommeilers Isar 2 soll eigentlich zum Jahresende ebenso erlöschen wie die der beiden anderen noch verbliebenen Reaktoren Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg. Die Bundesregierung hat sich noch nicht final für oder gegen eine Laufzeitverlängerung für die Atommeiler entschieden.

Scholz: Längere Laufzeiten möglich

Bundeskanzler Olaf Scholz hält längere Laufzeiten für Atomkraftwerke für möglich. Zwar seien die drei letzten Atomkraftwerke in Deutschland ausschließlich relevant für die…