Das Wichtigste in Kürze:

Experten aus Ukraine, Russland, Türkei und der UN auf der „Razoni“   IAEA nennt Situation am AKW Saporischschja „sehr angespannt“  Raketeneinschlag im ukrainischen Grenzgebiet zu Polen USA belegen weitere russische Oligarchen mit Sanktionen Putin strebt laut Schröder Verhandlungslösung an  

 

Der erste mit ukrainischem Getreide beladene Frachter seit Beginn des russischen Angriffskriegs hat nach einer Inspektion in Istanbul die Freigabe zur Weiterfahrt in den Libanon erhalten. Internationale Kontrolleure hätten ihre Inspektion beendet, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Das Schiff werde in Kürze die durch Istanbul verlaufende Meerenge Bosporus passieren.

Am Morgen waren Experten der Ukraine, Russlands, der Türkei und der Vereinten Nationen an Bord des vor Istanbul ankernden Getreide-Frachters „Razoni“ gegangen und hatten das Schiff inspiziert. Die „Razoni“ hatte am Montag als erstes Schiff im Rahmen des Ende Juli von der Ukraine und Russland unterzeichneten Abkommens den ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa verlassen.

Einer Mitteilung des ukrainischen Infrastrukturministeriums zufolge warten aktuell 17 bereits beladene Schiffe auf die Erlaubnis, ablegen zu können. Sie sollen über einen sicheren Korridor durch vermintes Gewässer im Schwarzen Meer gelotst werden. Damit soll der Export von Millionen Tonnen Getreide gesichert werden, die in der Ukraine wegen des russischen Angriffskriegs festhängen.

IAEA besorgt über Lage am AKW Saporischschja

Die Situation am von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) „sehr angespannt“. „Alle Sicherheitsprinzipien wurden auf die eine oder andere Art verletzt“, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am UN-Sitz in New York. „Wir können nicht erlauben, dass es so weiter geht.“

„Sich vor Ort zu begeben, ist sehr komplex, weil dafür das Einverständnis und die Kooperation bestimmter Akteure…