Spitzensportlerinnen
Als Mutter erfolgreich im Sport: Kampf gegen Zweifel bleibt

Wurde Februar 2020 Mutter und kehrte schon Ende des Jahres erfolgreich in den Weltcup zurück: Rennrodlerin Dajana Eitberger. Foto

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Bei Sportlerinnen galt ein Karriereknick als absehbar, sobald sie schwanger wurden. Tatjana Maria, Jessica von Bredow-Werndl oder Dajana Eitberger machen vor, dass es geht. Dennoch gibt es Vorbehalte.

Es war für sie lange eine Entweder-oder-Frage: entweder Mutter oder Spitzensportlerin sein. Als Rodlerin Dajana Eitberger schwanger wurde, war es ihr Partner, der ihr den Impuls gab, ihre sportliche Karriere fortzusetzen.

„Mein Freund hat gesagt: ‚Ich weiß, in dir brennt noch das Feuer und wenn du das willst, werden wir das möglich machen'“, sagt die 31-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Dass Mutter-Sein und eine erfolgreiche Sportkarriere sich nicht widersprechen, haben etliche Athletinnen bewiesen. Eitberger wurde im Februar 2020 Mutter und kehrte schon Ende des Jahres erfolgreich in den Weltcup zurück. Ihre Teamkollegin Natalie Geisenberger bekam im Mai 2020 ihr erstes Kind und holte bei den Olympischen Winterspielen in Peking in diesem Jahr ihre Goldmedaillen fünf und sechs. Mittlerweile erwartet sie ihr zweites Kind, wie sie vor wenigen Wochen verkündete.

Erst vor Kurzem machte die zweifache Mutter Tatjana Maria beim Tennis-Klassiker in Wimbledon mit ihrem Halbfinaleinzug Schlagzeilen. Die zweimalige Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl ritt sogar noch im fünften Monat ihrer Schwangerschaft zum Weltcup-Gesamtsieg.

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