Rüstungsfirma
Waffenfirma Heckler & Koch macht deutlich mehr Gewinn

Fertige Sturmgewehre vom Typ HK416 F-S in der Produktionshalle des Waffenherstellers Heckler & Koch in Oberndorf. Foto

© Bernd Weißbrod/dpa

Der Ukraine-Krieg lässt die Geschäfte des Waffenherstellers Heckler & Koch brummen. Der Gewinn schnellte um rund 40 Prozent in die Höhe. Die Rüstungsfirma sieht effizientere Arbeitsabläufe als Grund.

Mit Sturmgewehren und anderen Handfeuerwaffen hat die Rüstungsfirma Heckler & Koch deutlich mehr Geschäft gemacht und ihren Gewinn gesteigert. Der Umsatz sei im ersten Halbjahr um rund neun Prozent auf 156,1 Millionen Euro gestiegen, teilt das Unternehmen in Oberndorf bei seiner Hauptversammlung mit. Der Gewinn schnellte sogar um rund 40 Prozent (4,5 Millionen Euro) auf 16 Millionen Euro in die Höhe. Als einen Grund für die besseren Zahlen nannte Vorstandschef Jens Bodo Koch effizientere Arbeitsabläufe. In der zweiten Jahreshälfte werde sich das Wachstum aber wegen gestiegener Rohstoffkosten „normalisieren“.

Wie auch bei anderen Waffenschmieden sorgten die Folgen des Ukraine-Kriegs für zusätzliche Bestellungen bei der Schwarzwälder Firma. Bestandskunden aus Nord- und Osteuropa hätten seit Februar nachbestellt, sagte Koch und nannte dabei keine Ländernamen. Bekannt ist aber, dass Heckler & Koch Sturmgewehr-Rahmenverträge mit Norwegen, Litauen und Lettland hat. Kriegsbedingte Nachbestellungen machen sich im Umsatz frühestens im Herbst bemerkbar.

Großauftrag des Bundes

So gut wie sicher hat das Unternehmen inzwischen einen Großauftrag des Bundes über 120.000 Sturmgewehre eines neuen Modells, welches die G36 ersetzen soll. Nach einem Rechtsstreit zog Konkurrent C. G. Haenel den Kürzeren. Damit Heckler & Koch den Auftrag bekommt, fehlt noch die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestags – dass die kommt, ist sehr…