Die Regierung in Mali hat die Überfluggenehmigung für den Militärtransporter A400M nach zunehmender Spannungen mit Einsatzkräften der UN-Mission Minusma zurückgezogen, wie das Einsatzkommando dem Verteidigungsausschuss des Bundestags sagte. Für deutsche Soldaten bedeutet dies eine Verschlechterung der Einsatzbedingungen vor Ort. Der Verteidigungsausschuss des Bundestags wird im Laufe des Tages über das weitere Vorgehen entscheiden. 

Der Entzug der Überfluggenehmigung bedeutet nach Angaben der Bundeswehr, dass eine lückenlose Evakuierungsaktion für die deutschen Einsatzkräfte der Minusma-Mission über Malis Nachbarland Niger nicht sichergestellt werden kann.

Das Einsatzkommando der Bundeswehr teilte über Twitter mit, möglich sei allerdings noch eine lückenlose Rettungskette der Bundeswehr durch das direkte Anfliegen des Stützpunkts im nordmalischen Gao. 

Welche weiteren Schwierigkeiten gibt es? 

Die malische Regierung hat außerdem untersagt, dass ausländische Soldaten, darunter Bundeswehrsoldaten, sich auf einem Teil des Flughafens, in dem sich auch ein UN-Stützpunkt befindet, in der Hauptstadt Bamako aufhalten. Innerhalb von 72 Stunden sollen sämtliche Soldaten, darunter 60 Deutsche, das Betriebsgelände der Firma „Sahel Aviation Services“ verlassen.

Das Unternehmen verstoße gegen vertragliche Vereinbarungen und stelle damit eine Gefahr für die Sicherheit Malis dar, schrieb das malische Verkehrsministerium. Ob das Verbot de facto die Auflösung des UN-Stützpunktes bedeutet, blieb bisher unklar.

 

Die Einsatzbedingungen der Bundeswehrsoldaten in Mali verschlechtern sich zunehmend

Wie reagiert Deutschland? 

„Nachdem die malische Putschistenregierung die Franzosen bereits aus dem Land hinaus komplimentiert hat, nimmt die Zahl der Nadelstiche gegen uns ganz erheblich zu“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Müller, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Es wäre naiv zu glauben, dass wir es hier mit…