Luftverkehr
Tarifverhandlungen für Lufthansa-Bodenpersonal fortgesetzt

Teilnehmer der Kundgebung auf dem Weg zu den Verhandlungen. Die Gewerkschaft Verdi fordert 9,5 Prozent mehr Geld für rund 20.000 Beschäftigte der Lufthansa am Boden. Foto

© Hannes P. Albert/dpa

Nach jedem Arbeitskampf muss irgendwann wieder verhandelt werden. Beim Lufthansa-Bodenpersonal hat es eine Woche gedauert. Das Unternehmen gibt sich optimistisch für einen schnellen Abschluss.

Nach dem flächendeckenden Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals reden die Gewerkschaft Verdi und das Unternehmen wieder miteinander. Begleitet von Protesten einiger Beschäftigter trafen sich die Delegationen am Mittwoch am Frankfurter Flughafen zur dritten Runde der Tarifverhandlungen.

Die Parteien haben sich zwei Tage Zeit genommen, um sich zu den Gehältern und Arbeitsbedingungen für rund 20.000 Beschäftigte zu einigen. Für den Fall einer Nicht-Einigung hat die Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle bereits mit weiteren Arbeitskampfmaßnahmen zur Hauptreisezeit gedroht. Sie verlangte, dass Lufthansa ein abschlussfähiges Angebot vorlegt.

Abschluss noch in dieser Woche?

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann strebt laut einem intern verbreiteten Interview einen schnellen Abschluss noch in dieser Woche an. Er äußerte Verständnis für den starken Unmut in der Belegschaft: „Statt nun langsam wieder zu starten, sehen sich unsere Mitarbeitenden in großen Teilen mit extremen operativen Belastungen konfrontiert. Das führt zu viel Frust. Umso mehr gilt es jetzt, nach vorne zu schauen. Und da zählt, dass wir gemeinsam mit ver.di als Sozialpartner im Interesse unserer Mitarbeiter:innen eine Einigung erzielen.“

Verdi hatte am vergangenen Mittwoch mit ihrem Warnstreik mehr als 1000 Lufthansa-Flüge und damit nahezu das gesamte…