Krieg in der Ukraine
Keine Leopard-2-Panzer für Kiew aus Spanien – darum scheiterte der Deal

Bei den spanischen Leopard 2A4 handelt es sich um Modelle, die seit 2008 vor sich hingammeln.

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03.08.2022, 15:14
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Madrid wollte 40 Leopard-2-Panzer für Kiew spenden, nun wird die Offerte abgeräumt. Hat die Bundesregierung die Lieferung torpediert oder sind die alten Panzer einfach nur noch Schrott?

Am Pfingstwochenende elektrisierte eine Meldung die Welt: Spanien war angeblich bereit, der Ukraine 40 Leopard 2A4 Kampfpanzer zu liefern – teilweise war sogar von 54 die Rede. Die Aufregung war groß, denn das wäre das erste Mal gewesen, dass ein ausgewachsener Kampfpanzer – Main Battle Tank – aus westlicher Produktion in die Ukraine geliefert worden wäre. Angeblich sei Berlin von der Idee von Anfang nicht begeistert gewesen, wurde mit Hinweis auf anonyme Quellen berichtet. Nun wurde der Deal endgültig beerdigt. Die offizielle Begründung aus Spanien lautet, die Panzer seien zu marode, um in den Kampf geschickt zu werden. Mehr noch: Auch ohne Feindeinwirkung stellen sie eine Gefahr für die Besatzung dar.

Blickt man auf die spanische Offerte, fällt auf, dass Madrid von Anfang nicht vorhatte, irgendetwas von Wert abzugeben. Aktive Panzer des spanischen Heeres standen nicht zur Debatte, anders also als bei polnischen T-72. Für Madrid haben die ausrangierten Leos nur noch Schrottwert, vielleicht wurden sie auch als Teilespender verwendet. Die fraglichen Panzer wurden bereits 2008 von der Armee in einem Militärstützpunkt in Saragossa eingelagert. Zwischendurch wollte man sie zu Bergepanzern umbauen, gab das Vorhaben aber auf. Vor Jahren wollte Madrid sie an Peru loswerden. Bei der Ankündigung des Kiews-Deals titelte die Zeitung „El Periódico“: „Die Leopard-Panzer, die Spanien der Ukraine spenden könnte, wollte Peru nicht mal zum…