Drohungen von Impfgegnern
Bundesregierung bestürzt über Suizid österreichischer Ärztin

In Wien nahmen am Montag viele Menschen an der Gedenkveranstaltung der Initiative #YesWeCare in Gedenken an die Ärztin Lisa-Maria Kellermayr teil. Foto

© Georg Hochmuth/APA/dpa

Der Suizid einer österreichischen Ärztin, die von Corona-Impfgegnern bedroht worden war, bewegt auch hierzulande. Gesundheitsminister Lauterbach sagt: Er verachte und verabscheue die Hetzer im Netz.

Die Bundesregierung hat sich „tief bestürzt“ gezeigt über den Suizid der von Gegnern der Corona-Maßnahmen bedrohten österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr. Ein Regierungssprecher sagte in Berlin, es sei Kanzler Olaf Scholz (SPD) und der Bundesregierung ein besonderes Anliegen, sich gemeinsam mit den österreichischen Freunden gegen den Hass zu stellen. Drohungen, Gewalt und Hetze seien auf das Schärfste zu verurteilen, gerade auch, wenn sie sich gegen medizinisches Personal und Ärztinnen und Ärzte richteten.

Die deutschen Sicherheitsbehörden kooperierten mit den österreichischen Behörden bei den Ermittlungen. „Digitaler Hass“ im Internet bleibe viel zu häufig straflos, so der Sprecher. „Digitale Gewalt werden wir mit all unseren rechtsstaatlichen Mitteln und der Härte des Gesetzes bekämpfen.“

Große Anteilnahme und Bestürzung

Zuvor hatten sich schon weitere Politiker und Ärzte in Deutschland über den Suizid der österreichischen Ärztin bestürzt gezeigt. Im Fokus steht dabei der Hass im Internet. „Jeden Tag wird in den sozialen Netzwerken zu Gewalt gegen mich aufgerufen“, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Leute rufen regelmäßig – teilweise sogar mit Klarnamen – zu meiner Ermordung auf.“ Er werde deswegen besonders gut geschützt.

„Die österreichische…