Staatsbesuche
Newt Gingrich, Donald Trump und nun Nancy Pelosi: Immer Ärger über Taiwan

Willkommen in Taiwan: Nancy Pelosi sagte, dass die USA „immer an der Seite Taiwans stehen“.

© Chiang Ying-Ying/AP / DPA

03.08.2022, 13:12
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Offiziell erkennen die USA Taiwan nicht an, genauso offiziell aber würden sie der Insel gegen den Nachbarn China beistehen. Nichts symbolisiert den komplizierten Kurs besser als Kontakte zur Insel, wie schon manche US-Politiker erfahren mussten.   

Das vorletzte Mal, das ein US-taiwanischer Austausch für Ärger sorgte, war im Dezember 2016. Damals wartete der gewählte US-Präsident Donald Trump noch darauf, offiziell im Amt vereidigt zu werden, doch Glückwunschtelefonate nahm er bereits fleißig an. Eines davon erreichte ihn am Freitag, den 2. Dezember. Am Apparat war Taiwans Präsidentin Tsai Ing Wen. In dem Gespräch ging es – neben der Gratulation – auch um die „engen wirtschaftlichen, politischen und sicherheitspolitischen Bindungen zwischen Taiwan und den USA“, wie das Trump Team anschließend sagte.

Trumps naives Taiwan-Telefonat

Doch so diplomatisch und glatt war die Unterhaltung nicht, denn es war das erste offizielle Gespräch zwischen den Vereinigten Staaten und der Inselrepublik seit 1979. Trump, noch nicht einmal im Weißen Haus sitzend, brach bereits vor Amtsantritt mit den jahrzehntelang eingeübten Gepflogenheiten der US-Außenpolitik. „Ich weiß nicht, warum ich das Telefonat nicht hätte annehmen sollen“, sagte er später dazu. Die Antwort wurde ihm in den Wochen danach von so ziemlich allen Seiten um die Ohren gehauen und lautet: Die USA verfolgen die „Ein-China-Politik“, was bedeutet, sie erkennen Taiwan nicht als eigenständigen Staat an – doch das Telefonat der beiden Repräsentanten suggerierte das genaue Gegenteil.

Für die Regierung in Taipeh war der…