Bundeswehreinsatz
Mali entzieht Überflugrechte für Militärtransporter A400M

Bundeswehrsoldaten sichern einen Airbus A400M auf dem Flughafen von Bamako. Foto

© Kay Nietfeld/dpa

Ohne Überfluggenehmigung kann die Rettungskette für die deutschen Soldaten vor Ort nicht sichergestellt werden. Die neuen Restriktionen erschweren den Bundeswehreinsatz abermals.

Neue Restriktionen der Regierung in Mali erschweren die Einsatzbedingungen für die deutschen Soldaten in dem westafrikanischen Land weiter. Die Behörden entzogen jetzt die Überfluggenehmigung für den Militärtransporter A400M, wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in einer Unterrichtung den Obleuten im Verteidigungsausschuss des Bundestags mitteilte. Ohne Überfluggenehmigung könne eine lückenlose Rettungskette für das deutsche Minusma-Kontingent über Niger nicht sichergestellt werden. Hintergründe für den Entzug seien nicht bekannt, hieß es weiter.

Die Bundeswehr ist den Angaben zufolge auch von der Anweisung der malischen Regierung betroffen, dass ausländischen Soldaten der Aufenthalt auf einem Teil des Flughafens in der Hauptstadt Bamako, auf dem sich auch ein UN-Stützpunkt befindet, nicht mehr gestattet wird. Sämtliche Soldaten – darunter 60 der Bundeswehr – müssen demnach das Betriebsgelände der Firma „Sahel Aviation Services“ innerhalb von 72 Stunden verlassen.

Putschistenregierung an der Macht

„Nachdem die malische Putschistenregierung die Franzosen bereits aus dem Land hinaus komplimentiert hat, nimmt die Zahl der Nadelstiche gegen uns ganz erheblich zu“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Müller, der dpa. „Es wäre naiv zu glauben, dass wir es hier mit Zufällen oder Missverständnissen zu tun haben.“ Müller warnte: „Wenn sich die Stimmung vor Ort wendet und die Bevölkerung uns als fremde Besatzer statt als…