Sind es Worte der Resignation oder eher der Zuversicht, die Hans-Joachim Watzke so kurz vor dem Auftakt zur Bundesliga-Saison 2022/23 gewählt hat? „Alle wollen natürlich, außer den Bayern-Fans, dass Bayern nicht deutscher Meister wird. Ich habe gesagt, in den nächsten Jahren irgendwann wird’s passieren. Ich kann nur keine Garantie dafür übernehmen, dass es im kommenden Jahr schon passiert, zumal sie sehr gut und sehr viel investiert haben“, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund der ARD-Sportschau. Also: Ist das Glas halb voll oder doch halb leer? Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. 

Klar ist: Der BVB ist auch in der kommenden Spielzeit – nach nun einigen Fehlschlägen – wieder der Klub, der den Rekordmeister am liebsten überflügeln möchte. Aber ist das auch realistisch? 

Der FC Bayern hat für seinen Umbau der Mannschaft bislang knapp 140 Millionen Euro investiert. Top-Stars wie Sadio Mané  oder Matthijs de Ligt gehören nun zum Portfolio der Münchener. Verstärkungen, die dafür sorgen sollen, dass die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann vor allem auf der internationalen Ebene der Champions League konkurrenzfähig ist und zu den Titelkandidaten gezählt werden kann. Mit diesem Anspruch ist das Team natürlich gleichzeitig auch der Topfavorit auf den Meistertitel in Deutschland – den dann elften in Folge. 

Defensive gestärkt, Pech mit Ausfällen

Der BVB hat vor der neuen Saison ebenfalls tief in die Tasche gegriffen, allerdings in anderen Dimensionen als der große Konkurrent aus dem Süden. Rund 86 Millionen Euro und damit lediglich etwas mehr als die Hälfte der Münchner Ausgaben haben die Dortmunder investiert – etwa in den jungen Nationalspieler Nico Schlotterbeck, den talentierten Angreifer Karim Adeyemi und den erfahrenen Stürmer Sebastien Haller. Immerhin ohne Ablösesumme stieß Nationalverteidiger Niklas Süle aus München zu den Borussen.

Fällt aufgrund einer Krebserkrankung bis auf weiteres aus: BVB-Neuzugang…