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Deutschland exportiert mehr im ersten Halbjahr

Containerschiff am Container Terminal Burchardkai (CTA)im Hamburger Hafen. Foto

© Julian Weber/dpa

Der Ukraine-Krieg verschärft Lieferengpässe und belastet die Konjunktur in vielen Ländern. Noch trotzt der deutsche Export aber den Belastungen.

Deutschlands Exportunternehmen drohen nach Zuwächsen im ersten Halbjahr schwierige Monate. In den ersten sechs Monaten stiegen trotz Lieferengpässen und Konjunkturabkühlung bei wichtigen Handelspartnern die Warenausfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 754,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bleiben die nächsten Monate für die Exporteure aber eine Herausforderung. Darüber könne auch das Wachstum im Juni nicht hinwegtäuschen.

Störungen der Lieferketten sowie hohe Kosten für Energie, Rohstoffe und importierte Vorprodukte behinderten weiterhin die Produktion, sagte DIHK-Außenwirtschaftsexpertin Carolin Herweg. „Die sich abkühlende Konjunktur bei wichtigen Exportpartnern, wie den USA, China oder der Eurozone, dämpft zudem die Nachfrage nach Produkten „Made in Germany“.“

Importe legen noch stärker zu

Noch stärker als die Ausfuhren legten im ersten Halbjahr die Importe zu. Eingeführt wurden Waren im Wert von 722,5 Milliarden Euro, das waren 26,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Eine Rolle dürften dabei auch die gestiegenen Preise für Rohöl und Gas gespielt haben.

Deutschland ist abhängig von Energieimporten aus dem Ausland. Die Preise für Öl und Gas sind seit Beginn des Ukraine-Krieges deutlich gestiegen. Die drohende Gasknappheit belastet zudem zunehmend den Ausblick der Exportwirtschaft. Dies geht aus einer jüngst…