Vermögensstudie
Die Deutschen sind erheblich reicher als gedacht – aber nur die eine Hälfte

Eine Studie berechnet die Vermögen der Deutschen neu

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02.08.2022, 19:34
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Eine Studie rechnet vor, dass die Deutschen wesentlich mehr Vermögen haben als die offiziellen Statistiken ausweisen. Demnach stehen vor allem zwei Gruppen besser da.

Wie reich sind die Deutschen? Und wie verteilt sich der Wohlstand? Im Gegensatz zum Einkommen der Bürger, das sich ziemlich genau bestimmen lässt, gibt es bei der Schätzung von Vermögen wesentlich größere Unsicherheiten. Eine aktuelle Studie rechnet nun vor, dass die Deutschen wesentlich reicher sind, als es offizielle Zahlen ausweisen.

Die Ökonomen Moritz Schularick von der Uni Bonn, Charlotte Bartels vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Thilo Albers von der Berliner Humboldt-Universität haben offizielle Vermögenszahlen mit weiteren Daten abgeglichen, die sie für realitätsnäher halten. Ihr Fazit: „Deutschland ist wesentlich reicher als die offiziellen Statistiken zeigen.“ 

Immobilien und Betriebsvermögen untererfasst

Verantwortlich für die Abweichungen sind den Forschenden zufolge vor allem zwei Vermögensklassen, die in den offiziellen Zahlen deutlich zu niedrig angesetzt sind: Immobilien (insbesondere in den Ballungszentren) sowie Betriebsvermögen nicht-börsennotierter Unternehmen. „Wenn man die Betriebsvermögen nach interna­tionalen Standards bemisst und zudem für die Immobilienpreise die aktuelleren Zahlen der Bundesbank verwendet, dann ist Deutschland gut 4000 Milliarden Euro reicher als gedacht“, schreiben die Studienautoren in einem Gastbeitrag für die FAZ.

4000 Milliarden Euro, das sind vier Billionen. Der Immobilienbesitz der Deutschen ist laut Studie zehn Billionen Euro wert und damit zwei Billionen…