Das Wichtigste in Kürze:  Asow-Regiment als Terrorgruppe eingestuft Selenskyj erleichtert über ersten Getreideexport seit Monaten Ukraine meldet Rückeroberung von Orten in Region Cherson Polens Präsident betrachtet Russland als Gefahr für Europa Kein Komplettverzicht auf Gas zur Stromerzeugung in Deutschland

 

Der Oberste Gerichtshof in Moskau hat das ukrainische Asow-Regiment als „terroristische Organisation“ eingestuft. Sämtliche Aktivitäten seien den Regimentsmitgliedern verboten, sagte eine Richterin der russischen Nachrichtenagentur TASS. Die Entscheidung ist ab sofort rechtskräftig. Somit können Asow-Angehörige mit langen Haftstrafen belangt werden. Mitgliedern „terroristischer“ Gruppen drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis, Führungspersonen sogar 20 Jahre.

Das Asow-Regiment ist aus einem Freiwilligenbataillon hervorgegangen, das wegen früherer Verbindungen zu Rechtsextremisten umstritten ist und von Russland als „Neonazi“-Gruppe bezeichnet wird. 2014 wurden die Kämpfer formell in die ukrainische Nationalgarde integriert. Damals nahmen Asow-Mitglieder am Kampf gegen von Moskau unterstützte Separatisten im Osten der Ukraine teil. 

Kundgebung im ukrainischen Schytomyr für Asow-Soldaten, die im Juli beim Angriff auf ein russisches Lager zu Tode kamen

Asow-Kämpfer sind auch momentan an der Seite ukrainischer Soldaten im Einsatz, um die russischen Invasoren zurückzudrängen. Im Mai hatten sich nach wochenlanger Belagerung des Asow-Stahlwerks in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol viele Asow-Mitglieder ergeben. 2500 Kämpfer wurden damals von russischen Einheiten gefangengenommen.

Selenskyj: „Signal“ für die Welt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich nach der Wiederaufnahme der Getreideexporte aus seinem Land vorsichtig optimistisch, die globale Versorgungskrise lösen und die eigene Wirtschaft ankurbeln zu können. „Der Hafen (von Odessa) hat begonnen zu arbeiten und dies ist ein positives Signal dafür, dass es eine…