Terrororganisation
Al-Kaida-Chef bei US-Drohnenangriff in Afghanistan getötet

Aiman al-Sawahiri, damaliger stellvertretender Führer der Terrororganisation Al-Kaida, spricht im Jahr 2006 im arabischen Nachrichtensender Al-Jazeera. Foto

© Anonymous/AL-JAZEERA/AP/dpa

2011 brachten die USA Al-Kaida-Chef Bin Laden zur Strecke, nun dessen Nachfolger Al-Sawahiri. Ein Drohnenangriff tötet den Top-Terroristen in Afghanistan. Was Biden als Erfolg preist, wirft auch unangenehme Fragen auf.

Mit einem gezielten Drohnenangriff in Afghanistan haben die USA den Anführer des Terrornetzwerks Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, getötet.

US-Präsident Joe Biden verkündete in Washington, Al-Sawahiri sei am Wochenende bei einem „Präzisionsschlag“ in der afghanischen Hauptstadt Kabul ums Leben gekommen. Zivile Opfer habe es nicht gegeben. Jahrzehntelang sei Al-Sawahiri Drahtzieher von Anschlägen auf US-Amerikaner gewesen, er habe eine Schlüsselrolle bei diversen Terrorangriffen gespielt, sagte Biden. „Jetzt wurde der Gerechtigkeit Genüge getan. Und diesen Terroristenführer gibt es nicht mehr.“

Biden äußerte sich bei einem kurzfristig anberaumten Auftritt auf einem Balkon des Weißen Hauses persönlich zu dem Schlag gegen die Terrorgruppe – trotz Corona. Der Präsident befindet sich derzeit wegen einer Infektion mit dem Virus in Isolation. Biden sagte, der Schlag gegen Al-Sawahiri sei ein Zeichen für die Entschlossenheit und die Fähigkeiten der Amerikaner im Kampf gegen den Terror.

Nachfolger von Osama bin Laden

Al-Sawahiri war Nachfolger von Osama bin Laden, der als Kopf der verheerenden Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA galt. Bin Laden war 2011 in Pakistan bei einem aufsehenenerregenden Einsatz von einer US-Spezialeinheit getötet worden. Nun schalteten die Amerikaner auch dessen…