Tarifkonflikt
Verdi erwartet nach Warnstreik höheres Angebot der Lufthansa

Die Gewerkschaft erwartet von Lufthansa im Tarifkonflikt ein höheres Angebot. Foto

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Mit einem flächendeckenden Warnstreik legte Verdi nahezu das komplette Lufthansa-Flugprogramm am Mittwoch lahm. Nun macht die Gewerkschaft weiter Druck – und verweist auf Warnstreiks in der Hauptreisezeit.

Nach dem flächendeckenden Warnstreik bei der Lufthansa erwartet die Gewerkschaft Verdi vom Unternehmen ein „abschlussfähiges Angebot“ für die rund 20.000 Bodenbeschäftigten. Es liege an den Arbeitgebern, den Tarifkonflikt bei der am Mittwoch (3. August) startenden Verhandlungsrunde zu beenden, erklärte die Verdi-Vizevorsitzende und Verhandlungsführerin Christine Behle am Dienstag. Laut einer Mitteilung sagte sie: „Ein Ergebnis in dieser Runde ist entscheidend, um weitere Warnstreiks zu verhindern.“ Diese könnten sonst in der Hauptreisezeit stattfinden, sagte sie dem „Handelsblatt“.

Die Beschäftigten stünden wegen des Personalmangels und der hohen Inflation immer mehr unter Druck, erklärte Behle. „Sie brauchen dringend mehr Geld, und sie brauchen Entlastung – für sich selber und für die Passagiere.“

Mehr als 1000 Fliege fielen vergangene Woche aus

Verdi hatte am vergangenen Mittwoch mit einem Warnstreik nahezu das komplette Lufthansa-Flugprogramm lahmgelegt, so dass rund 134.000 Fluggäste ihre Pläne ändern mussten. Mehr als 1000 Flüge waren streikbedingt ausgefallen. Zuvor war bislang in zwei Runden verhandelt worden. Die dritte Runde ist für zwei Tage in Frankfurt angesetzt.

Die Gewerkschaft verlangt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten durchgehend Gehaltssteigerungen von 9,5 Prozent, mindestens aber 350 Euro im Monat, woraus sich in den unteren Gehaltsgruppen höhere…