02.08.2022, 10:14
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Trotz zahlreicher Warnungen hält US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi offenbar an ihren Taiwan-Reiseplänen fest. Die Inselrepublik gilt seit Jahrzehnten als Spannungspunkt zwischen Washington und Peking. Kommt es zur Eskalation?

Was bleibt festzuhalten? Das US-Militär hält das alles für keine gute Idee. Das Weiße Haus warnt vor einer Eskalation. China ist maximal verstimmt und lässt die Säbel rasseln. Und auch deutsche Politiker befürchten eine Eskalation, die „katastrophale Folgen“ haben könnte. 

Aber eins nach dem anderen.

Nancy Pelosi, die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, ist am Wochenende mit einer Delegation in den Indopazifik aufgebrochen, um „Amerikas starkes und unerschütterliches Engagement für unsere Verbündeten und Freunde in der Region“ zu bekräftigen, wie es in einer offiziellen Ankündigung heißt. Die Pläne sehen demnach Stopps in Singapur, Malaysia, Südkorea und Japan vor. Für Unbehagen sorgt jedoch ein mögliches Reiseziel, das nicht auf der Liste steht: Taiwan.

Die Inselrepublik mit rund 23 Millionen Einwohnern liegt etwa 50 Kilometer östlich der chinesischen Küste, gilt seit Jahrzehnten als Spannungspunkt zwischen Washington und Peking – und ist Schauplatz einer diplomatischen Auseinandersetzung, die nun aus dem Ruder laufen könnte.

Auch Biden hält Pelosi-Reise für „keine gute Idee“

Schon im April kündigte China „starken Maßnahmen“ an, sollte Pelosi die Inselrepublik besuchen. Damals wie heute wurde ihre mutmaßliche Visite weder von den USA, noch von Taiwan offiziell bestätigt, durch Medienberichte aber an die Öffentlichkeit getragen. Seinerzeit musste Pelosi ihre Asienreise wegen einer Infektion mit dem Coronavirus verschieben. Seitdem sind die Sorgen vor einer Eskalation, nicht zuletzt…