Raumfahrt
Astronaut Matthias Maurer will zum Mond

ESA-Astronaut hat nach seiner Rückkehr von der ISS bereits neue Ziele. Foto

© Federico Gambarini/dpa

Noch nicht mal 100 Tage ist Astronaut Maurer von der ISS zur Erde zurück. Und schon hat er wieder Fernweh ins All. Die nächste Mission soll zum Mond gehen – hofft er.

Knapp drei Monate nach seiner Rückkehr aus dem All hat Astronaut Matthias Maurer (52) bereits seinen möglichen nächsten außerirdischen Einsatz im Blick: eine Reise zum Mond. Er sei ziemlich optimistisch, dass Ende der 20er Jahre die ersten Europäer den Mond betreten und er erhoffe sich eine Chance. „Das ist mein größter Traum“, sagte der gebürtige Saarländer der Deutschen Presse-Agentur.

In den nächsten Jahren wollten Amerikaner, Europäer, Japaner und Kanadier die Raumstation „Lunar Gateway“ bauen, die um den Mond kreisen werde. „Und die aktuelle Planung sieht so aus, dass ab 2027 oder 2028 Landungen vom Gateway auf dem Mond vorgesehen sind“, sagt Maurer. Momentan seien bereits drei Flüge mit jeweils einem Europäer zu dem geplanten Gateway-Außenposten der Menschheit vereinbart. Er wisse aber auch, andere Kollegen wären „genauso gerne dabei wie ich selbst“.

Maurer beschäftigen die großen Menschheitsfragen

Warum der Mond ihn so anziehe? Es geht dort um die ganz großen Menschheitsfragen: „Was gibt es da draußen, wie ist das alles entstanden, gibt es Leben da draußen und wie kam das Leben auf die Erde?“ Der Mond habe „unglaublich viel zu bieten“. Jedenfalls mehr als man 1972 meinte, als US-Astronauten von Apollo 17 als bisher letzte Menschen den Mond betraten. Als „staubig und trocken und nicht besonders spannend“ habe man den Mond damals gesehen.

Inzwischen wisse man mehr. Zum einen sei der Mond etwa so alt wie die Erde, habe sich aber ganz anders entwickelt….