Energiekrise
Spanien spart Energie: Klimaanlagen runter, Lichter aus

Teresa Ribera ist Ministerin für Ökologischen Wandel von Spanien. Foto

© Alejandro Martínez Vélez/EUROPA PRESS/dpa

Mit neuen Maßnahmen will Spanien seine im Rahmen des europäischen Notfallplans eingegangenen Verpflichtungen einhalten. Es handelt sich laut der spanischen Umweltministerin um ein erstes Maßnahmenpaket, das in einer „kritischen Lage“ nötig sei.

Die spanische Regierung hat wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine „dringende Maßnahmen“ zur Einsparung und zur effizienteren Nutzung von Energie beschlossen.

Alle Gebäude des öffentlichen Sektors, aber auch Kaufhäuser, Kinos, Arbeitsstätten, Hotels, Bahnhöfe und Flughäfen werden künftig ihre Räumlichkeiten im Sommer auf nicht weniger als 27 Grad abkühlen und im Winter auf höchstens 19 Grad beheizen dürfen. Das sei auf der wöchentlichen Kabinettssitzung in Madrid beschlossen worden, erklärte die Ministerin für Ökologischen Wandel, Teresa Ribera.

Die Maßnahmen des königlichen Dekrets müssen nach Angaben Riberas spätestens nach einer einwöchigen „Anpassungsperiode“ nach Veröffentlichung im Amtsblatt umgesetzt werden. Sie sollen bis zum 1. November 2023 in Kraft bleiben. Es handele sich um ein erstes Maßnahmenpaket, das in einer „kritischen Lage“ nötig sei. Europa benötige die Hilfe Spaniens. „Es ist an der Zeit, solidarisch zu sein“, betonte die Ministerin der linksgerichteten Regierung.

Licht aus, Türen zu

Neben anderen Maßnahmen müssen Läden und Betriebe mit automatischen Systemen, die bis zum 30. September installiert sein müssen, ihre Türen geschlossen halten, um je nach Jahreszeit das Entweichen von Wärme oder kühler Luft zu vermeiden. Die Beleuchtung von nicht benutzen Büros, von Schaufenstern und Denkmälern…