Im Jahr 1952 erschuf André Franquin eine unvergessliche Comicfigur: das Marsupilami. Das Beuteltier aus dem palumbianischen Urwald wies erstaunliche Kräfte, einen langen Schweif und einen unstillbaren Appetit auf. Zunächst trat es als Freund und Begleiter des berühmten belgischen Comicduos Spirou und Fantasio auf, 1987 begann sein Solo-Abenteuer.

Die Comics um das Marsupilami wurden zu einem großen Erfolg, genau wie die Zeichentrickserie, die zwischen 2000 und 2012 in fünf Staffeln auch in Deutschland beim Privatsender Super RTL großen Zuspruch fand. Vielen, die in diesen Jahren jung waren, wird der knallbunte Vorspann der Serie mit dem eingängigen Titellied unvergessen sein.

Im neuen Comic wird das Marsupilami in einer alten Expeditionskiste von Alexander von Humboldt entdeckt

Anlässlich des 70. Jubiläums erscheint nun ein neues Abenteuer mit dem liebenswerten Geschöpf: In „Das Humboldt-Tier“ entdeckt der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) auf seiner berühmten Südamerika-Reise als erster das Marsupilami. So gelingt das Tier schließlich als Teil der Humboldt-Sammlung ins Berlin der 1930er-Jahre.

Von „Faust“ zum Marsupilami

Verantwortlich für den neuen Comic ist der Berliner Künstler Flix, der mit bürgerlichem Namen Felix Görmann heißt und mit humorvollen Comic-Adaptionen von Klassikern wie „Faust“ von sich reden machte. 2018 nahm er sich als erster deutscher Künstler des franko-belgischen Comic-Klassikers Spirou an und erschuf „Spirou in Berlin“, das sowohl in Deutschland als auch in Frankreich und Belgien ein großer Erfolg wurde.

Schon damals hätte er sehr gern das Marsupilami gezeichnet, berichtete er 2018 der Deutschen Welle im Interview. Das ging aber aus urheberrechtlichen Gründen noch nicht. „Ich finde das schade, weil ich das Marsupilami immer sehr mochte“, sagte Flix damals. 

Berlin als Comic-Welt

„Spirou in Berlin“

Es ist eine kleine Sensation: Ein deutscher Künstler darf den francobelgischen…