Junge Menschen gelten als die Zukunft und Gegenwart eines Landes. Doch obwohl das bolivianische Gesetz vorsieht, dass sie „das Recht auf Gewissensfreiheit, freie Äußerung von Ideen und Meinungen im Rahmen des Respekts und ohne jegliche Diskriminierung“ haben, bietet das Radio der Jugend derzeit keinen Raum, um eigene Gefühle, Gedanken und Handlungen auszudrücken.

Fünfzehn junge Erwachsene und Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen der Mariano Baptista Schule in der ländlichen Stadt Morochata, rund 70 Kilometer von der bolivianischen Metropole Cochabamba entfernt, wollen dies nun ändern. Eine Initiative des Community Radios Radio Comunitaria Morochata bietet Workshops in Radio und audiovisueller Produktion, mit Unterstützung des Colaboratorio-Projekts und entwickelt durch das Centro de Producción Radiofónica CEPRA zusammen mit der DW Akademie.

Bisher haben die Teilnehmenden bereits zwei Videos und eine Audio-Reportage zur Geschichte von Morochata und zur Andenkultur produziert, einige weitere sind in Planung.

Für die Videoproduktion tauchten die jungen Teilnehmenden in die Geschichte ihrer Gemeinde ein

„Ich fand diese Erfahrung sehr hilfreich, denn ich hatte zum ersten Mal die Möglichkeit, zu sehen, wie eine Videoaufnahme mit Stativ gemacht wird“, freute sich Teilnehmer Dilmar Calderón. „Ich fand es auch spannend zu lernen, wie ich mich selbst im Video präsentiere“.

Auf der Suche nach Reichweite

Die partizipative Radioproduktion sieht nun vor, dass junge Menschen, Jungen und Mädchen, gehört werden und eigene Themen, Gedanken und Ideen beisteuern können.

„Ziel ist es, dass sie sich einbringen und ihr Recht auf freie Meinung und Zugang zu Information wahrnehmen können“, erklärte Luis Mamani, Leiter von Radio Morochata.

Zu Beginn des Workshops für Video- und Audioproduktion diskutierten die Teilnehmenden mögliche Themen und Formate. Dazu gehörte Gruppenarbeit, gemeinsame Reflektion und Entscheidungsfindung sowie die Nutzung von…