Bei CSD in Stuttgart
Ärger um Song „Layla“ bei der SPD in Baden-Württemberg

Zahlreiche Menschen nehmen an der Polit-Parade des Christopher Street Days (CSD) in Stuttgart teil. Beim dortigen CSD sorgte das Anspielen des umstrittenen Songs „Layla“ auf dem SPD-Wagen für Kritik.

© Christoph Schmidt / DPA

01.08.2022, 18:52
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Auf dem Christopher-Street-Day in Stuttgart wurde das umstrittene Lied „Layla“ im SPD-Umzugswagen angespielt. Das sorgt für Unmut.

In der SPD in Baden-Württemberg gibt es heftige Kritik, weil der umstrittene Schlager-Hit „Layla“ im SPD-Umzugswagen auf dem Christopher-Street-Day in Stuttgart angespielt wurde. „Stellt euch vor, es ist CSD und irgendwelche alten Männer der SPDqueer machen erstmal ein unfassbar frauenverachtendes Lied an“, kritisierte ein Juso aus Nordrhein-Westfalen auf Twitter. Der Videoclip, den er von der Szene postete, wurde bereits mehr als 40.000 Mal angeschaut.

Auf dem Video vom Wochenende ist auch der baden-württembergische SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch zu sehen, wie er auf dem Umzugswagen zu dem Lied fröhlich mit dem Kopf wippt. Er habe das Lied nicht so im Blut, dass er es bereits nach drei Takten erkenne, erklärte Stoch der Deutschen Presse-Agentur. Er habe kurz mitgewippt, aber zehn Sekunden nach der ersten Textzeile sei das Lied ausgemacht worden.

SPDqueer will Vorfall vom Christopher Street Day aufarbeiten

„Wir haben uns umgehend mit den Genoss*innen in Stuttgart in Verbindung gesetzt, um den Vorfall aufzuarbeiten“, schrieb SPDqueer, die Arbeitsgemeinschaft der SPD für Akzeptanz und Gleichstellung, auf Twitter. „Das Abspielen des Liedes wurde nach unseren Infos sehr schnell unterbunden. Wir distanzieren uns ausdrücklich vom Abspielen dieses Songs auf einem CSD-Wagen der SPDqueer und lehnen jede Art sexistischer oder misogyner Musik ab.“

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